Loopwheeler – Tradition & BesonderheitenAktualisiert 2 months ago
Was bedeutet „loopwheeled“ eigentlich?
Der Begriff beschreibt eine ganz besondere Stricktechnik, die auf traditionellen Rundwirkstühlen (Loopwheelern) hergestellt wird. Diese Maschinen stammen ursprünglich aus Frankreich, wurden nach Deutschland gebracht und hier technisch verfeinert. Heute sind sie weltweit fast ausgestorben – nur noch wenige Produzenten, vor allem auf der Schwäbischen Alb, verfügen über diese seltenen Originalmaschinen.
Traditionelle Maschinen & Hersteller
Lokale Hersteller waren etwa Mayer & Cie. oder Albert & Bitzer – viele der Maschinen, die wir heute noch einsetzen, stammen von ihnen. Daneben gab es auch weitere Produzenten wie Fouquet & Franz, Terrot, Haaga oder Waaga.
Wie funktionieren Loopwheeler?
Der Antrieb erfolgt über eine gemeinsame Transmissionswelle.
Jede Maschine ist für genau eine Qualität und eine Größe gebaut – ein sehr spezielles und begrenztes Setup.
Die Strickgeschwindigkeit ist extrem langsam: Eine Umdrehung der Maschine ergibt nur ca. 4 neue Maschenreihen Stoff.
Im Vergleich: Moderne Maschinen schaffen je nach Modell 100–150 Maschenreihen pro Umdrehung – aber nicht auf Schlauchware, wie bei uns.
Handwerk, das Zeit braucht
Unsere Loopwheeler sind wie Oldtimer:
Keine Elektronik, keine Sensoren, keine Servosteuerung – alles erfolgt komplett analog und manuell.
Faktoren wie Raumtemperatur, Garnfeuchtigkeit, Wartungsintervalle und Maschinenzustand haben direkten Einfluss auf den Stoff.
Das macht die Produktion zugleich lebendig und einzigartig – jedes Stück hat „Soul“.
Gleichzeitig bedeutet es viel Aufmerksamkeit, Pflege und Nachjustieren – und, dass kein Tag wie der andere ist.
Begrenzte Produktionskapazitäten
Da die Maschinen kaum noch existieren, sind bestimmte Größen oder Qualitäten nicht unbegrenzt verfügbar. Die Herstellung auf Schlauchware erfordert zudem einen ganz eigenen Produktionsprozess: von der Färbung über den Zuschnitt bis hin zur Konfektion ist alles deutlich aufwendiger als bei modernen, offenen Strickverfahren.
Loopwheeled-Stoffe sind daher keine Massenware, sondern ein seltenes Handwerk mit Seele – langsam, aufwendig, aber unvergleichlich in Charakter und Tragegefühl.